Am Vorabend des ersten Weltkrieges wurde die Antoniuskapelle im Jahre 1913 geweiht. Seither ist die im Neobarock-Stil erbaute Kapelle das Kleinod des Münstertäler Ortsteils Rotenbuck.
Vor allem dem Engagement des damaligen Ortspfarrers Strohmeyer ist es zu verdanken, dass die Rotenbuckkapelle realisiert werden konnte, er hatte sich vehement für ein kleines Gotteshaus in dem der Pfarrkirche doch recht weit entfernten Ortsteil eingesetzt.
Die Antoniuskapelle ist neben der prächtigen von Peter Thumb erbauten Pfarrkirche St.Trudpert das einzige katholische Gotteshaus auf Untermünstertäler Grund, die weiteren Münstertäler Kapellen sind auf dem Neuhof, dem Gießhübel-Stohren und im Ortsteil Spielweg und damit auf Grund der ehemaligen selbstständigen Gemeinde Obermünstertal errichtet worden.
Weitere Kapellen im Münstertal sind die in der Klosteranlage St. Trudpert 1698 an der Stelle des Martertodes des Ortsheiligen erbaute Trudpertskapelle und die im Friedhofsareal gelegene, heute als Einsegnungskapelle genutzte Markuskapelle, welche sich im Besitz der politischen Gemeinde befindet.
Bau der Kapelle 1912/1913
Der Bau der Antoniuskapelle erfolgte parallel zu einem Schulhausneubau der damaligen Gemeinde Untermünstertal, die jenseits der Landstraße die Rotenbuckschule errichtete, die für die Kinder der Rotten Münsterhalden, Mulden und Rotenbuck als Lehrstätte deinen sollte.
Auch heute noch bilden die beiden Gebäude ein reizvolles Ensemble rechts und links der Straße, die zum Ortsteil Münsterhalden und dann hoch zum Haldenhof führt.
Die neben dem mächtigen Schulgebäude, der in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch ein Erweiterungsbau angefügt wurde eher zierlich wirkende Antoniuskapelle hingegen wurde in dem knappen Jahrhundert ihres Bestehens nur diskret verändert.
Den größten Einschnitt erlebte sie in den Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts als der Innenraum dem damaligen, eher nüchtern gehaltenen Stil angepaßt wurde und einige Großfiguren sowie der geschnitzte Kreuzweg entfernt wurden.
Die großen Heiligenfiguren, die sich einige Jahre in Privathand befanden, sind inzwischen wieder in das kleine Gotteshaus zurück gekehrt, der Kreuzweg hingegen ist verschollen. Auch das Original Krippenhaus der Kapelle ist gefunden worden und dank einer aufwändigen und liebevollen Restauration durch die Münstertäler Krippenbauer wieder zu altem Glanz auferstanden, so dass die Kapellenbesucher im Dezember und bis zum Dreikönigstag die Original-Krippe bewundern können.
Der Bau der Kapelle, die dem heiligen Antonius von Padua geweiht ist, erfolgte in den Jahren 1912/ 1913 im Neobarock-Stil durch das Erzbischöfliche Bauamt in Freiburg im Breisgau.
Bemerkenswerte Attribute weist die Kapelle sowohl im Inneren, als auch an der Außenfassade auf. An der Außenmauer in unmittelbarer Nähe zum Eingangsbereich (an der Landstraße zugewandten Ostseite) befindet sich ein beachtenswertes Kreuz.
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An einem schlichten Holzlattenkreuz, welches mit 2,70 Metern Höhe bis unter das Dach der Antoniuskapelle reicht, hängt ein hervorragend geschnitzter, ca. 180 Meter hoher Corpus mit reich gefaltetem Lendentuch und deutlich herausgearbeitetem Dornenkranz. Von älteren Anwohnern ist berichtet worden, dass sich ursprünglich unter dem Kreuz eine Sitzbank befunden haben, hierfür gibt es jedoch keinen sicheren Beleg.
Das mächtige Holzkreuz mit Darstellung des gekreuzigten Heilands ist eine Arbeit der Firma Insam
und Primoth aus St. Ulrich im Grödnertal, welches im Jahre 1913, dem Weihejahr der
Antoniuskapelle, noch zum Kaiserreich Österreich gehörte - ein kleiner Beleg für die damals noch
regen Verbindungen des ehemaligen vorderösterreichischen Südbaden zur alten Heimat.
Auch die Gemeinde Münstertal trägt heute noch die österreichischen Farben in ihrem Wappen und
der K.u.K. Doppeladler prangt an zahlreichen Gebäuden der nahegelegenen Stadt Freiburg, der
damaligen vorderösterreichsichen Landeshauptstadt.
Auch der Altar der Antoniuskapelle ist überaus erwähnenswert, weist doch dieses geschnitzte Werk bemerkenswerte Attribute auf. Er zeigt Antonius in seiner klösterlichen Zelle, eine Arbeit der Gebrüder Marmon aus dem hohenzollerischen Sigmaringen.
Sowohl Außenkreuz, als auch Altar waren für die damalige Zeit mit 215 Mark (Kreuz der Firma Insam und Promoth) und 930 Mark (Altar der Gebrüder Marmon) sicherlich eine bemerkenswerte Investition für die Pfarrgemeinde Münstertal; der damalige Ortspfarrer Strohmeyer, welcher sich auch sehr für den Bau der Antoniuskapelle eingesetzt hatte, hat denn auch die so entstandenen Kosten akribisch in die Kirchenbücher eingetragen.
Gottesdienste finden in der Antoniuskapelle Münstertal jeden Donnerstag um 19.15 Uhr (außer Priesterdonnerstag) statt. Ferner jeden dritten Freitag im Monat Anbetung und Lobpreis.
Losgelöst hiervon wird die Antoniuskapelle mitunter auch für Gottesdienste zu besonderen Anläßen und Taufen etc. genutzt, entsprechende Hinweise können Sie dem Gottesdienstanzeiger der Pfarrgemeinde Münstertal entnehmen.
Mitte Juni eines jeden Jahres findet unter freiem Himmel der Patroziniumsgottesdienst der Kapelle, das sogenannte "Antoniusfest" statt.
Zum Antoniusfest wird die Kapelle liebevoll geschmückt, unter anderem mit einem kunstvoll angefertigen Kranz um das Außenkreuz.
Die Verlagerung des Gottesdientes aus der Kapelle in den nahe gelegenen Innenhof der ehemaligen Rotenbuckschule ist der enormen Resonanz der Münstertäler Bevölkerung auf das Antoniusfest geschuldet. Der Altar wird für das Antoniusfest in den Innenhof der nahegelegenen Rotenbuckschule gebracht.
Die vielen Gläubigen aus der Talgemeinde selbst, aber auch von auswärts, würden in der Kapelle selbst bei weitem nicht unterzubringen sein.
Traditionell wird der Festgottesdienst von der Trachtenkapelle Münstertal musikalisch begleitet. Diese schöne Tradition wurde lediglich durch die beiden Weltkriege und in einer kurzen Phase direkt nach dem zweiten Weltkrieg unterbrochen, ist aber nach der letzten Wiederaufnahme vor über sechzig Jahren nie mehr abgebrochen.
Die Untermünstertäler Musikanten erfreuen die Gottesdienstbesucher im Anschluß an das Patroziniumsfest zudem mit einem mehrstündigen Platzkonzert.
In den späten siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts fand sich eine Gruppe von Anwohnern und Freunden der Antoniuskapelle zusammen, welche es sich zum Auftrag machte, finanzielle Mittel zur Unterstützung von Erhaltungs- und Renovationsarbeiten für die Antoniuskapelle zu erarbeiten und zur Verfügung zu stellen.
Diese "Antoniushockgemeinschaft" genannte Gruppierung veranstaltet nahezu drei Jahrzehnte den "Antoniushock", ein Fest direkt im Anschluß an den Patroziniumsgottesdienst.
Nachdem eine Weiterführung dieser Festveranstaltung im bisherigen Sinne nach der Jahrtausendwende nicht mehr möglich war, übernahmen der Kirchenchor St. Trudpert und die Trachtenkapelle Münstertal im jährlichen Wechsel diese Aufgabe, so dass die schöne Tradition des Antoniushocks weiter lebt.
Aus den Reihen der früheren "Antoniushockgemeinschaft" formierte sich, nachdem sich heraus gestellt hatte, dass eine weitere Fortführung des Antoniushocks in der lieb gewonnenen, bisherigen Form nicht mehr möglich war, die "Keimzelle" für eine neue Vereinigung.
Das Ziel war mit dem der früheren Antoniushockgemeinschaft identisch: Die Pfarrgemeinde beim Unterhalt/ Erhalt der Antoniuskapelle und bei erforderlichen Renovationsarbeiten finanziell zu unterstützen.Die Gründung des Freundeskreises der Antoniuskapelle fand im Dezember 2008 im Gasthaus "Neumühle - Zur Krone" im Münstertäler Ortsteil Rotenbuck statt, der Eintrag in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Staufen erfolgte im Januar 2009.
Bereits mit dem Erlös der früheren Antoniushocks konnten zahlreiche Innenrenovationen der Kapelle bezahlt werden und einige wesentliche Investitionen getätigt werden. Als Beispiel sei das aufwändige Anbringen von Vorfenstern erwähnt, wo die Pfarrgemeinde mit über 6000 Euro unterstützt werden konnte.
Mit den nunmehr zur Verfügung stehenden Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen und einigen großherzigen Spenden (u.a. auch von den Krippenbauern Münstertal) konnten auch in jüngster Zeit einige wichtige Investitionen getätigt werden.
So konnte 2009 ein neuer Teppich im Mittelgang verlegt werden und ein neuer Kerzenständer und einer für den Adventskranz angeschafft werden.
Unterstützten auch Sie den Freundeskreis der Antoniuskapelle - werden Sie bitte Mitglied!
Der Jahresbeitrag in Höhe von 6 Euro bewegt sich in einem doch moderaten Bereich, 50 Cent pro Monat für die Antonisukapelle - machen Sie da mit?
Falls ja, was uns sehr freuen würde dann klicken Sie HIER und laden sich das Anmeldeformular als pdf-Datei auf Ihren Rechner.
Bitte füllen Sie das Formular aus und mailen Sie dieses bitte an doc.bach@t-online.de, oder faxen Sie es an folgende Telefonnumer: 07636-77910.
Sie können das ausgefüllte Anmeldeformular aber sehr gerne auch nach einem Gottesdienst bei unserer Mesnerin, Frau Gerda Dietsche abgeben, diese leitet es weiter!
Mesnerin:
Frau Gerda Dietsche
Rotenbuck 59
79244 Münstertal
Telefon: 07636-1529
Pfarramt:
Pfarramt St. Trudpert
St. Trudpert 9
79244 Münstertal
Telefon 07636 225
Freundeskreis der Antoniuskapelle:
Dr. Georg Bach
Hohkelchweg 4
79244 Münstertal
Telefon 07636-77910
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie folgende Homepages besuchen würden:
www.muenstertal-pfarrgemeinde.de
Politische Gemeinde Münstertal:
Trachtenkapelle Münstertal:
IT Systeme Dietsche
im Weingarten 8
79244 Staufen
http://its-dietsche.de
Texte und Bilder, sowie Reproduktionen:
Dr. Georg Bach, Münstertal
Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes:
Freundeskreis der Antoniuskapelle im Münstertal e.V.
vertreten durch den 1. Vorsitzenden
Dr. Georg Bach
Hohkelchweg 4
79244 Münstertal im Schwarzwald
Der Freundeskreis der Antoniuskapelle im Münstertal e.V. ist eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichtes Staufen (Nummer: VR 542 )












